Täglich aktuell: Marktinformationen von Coop Heizöl
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Schlusskurs Börse London Gasoil (Heizoel+Diesel) Dollar/Tonne (17:30 Uhr MEZ)
Ölpreise im späten Handel nochmals nachgebend
Gestern setzte sich der Preisrückgang der Ölpreise im Sog der stark fallenden US Aktienmärkte fort. Der Preis für Nordsee-Öl Brent fiel erstmals seit zehn Monaten unter 100 US Dollar/Fass. Der Goldpreis ist seit letztem Donnerstag um mehr als 11% gefallen. Analysten von Morgen Stanley begründen den starken Preisrückgang bei Brent mit dem Auslaufen des ICE Brent Mai Kontrakts. Spekulanten ohne Interesse am physischen Öl hatten Mühe Käufer zu finden um ihre Positionen glattzustellen. Die Marktteilnehmer hoffen trotzdem auf eine anziehende Nachfrage in den Sommermonaten. Der Durchbruch unter die 100 Dollar-Marke bei Brent wird den Druck auf Saudi Arabien erhöhen, seine Produktion zu drosseln. Denn die meisten OPEC Mitglieder sind auf einen Rohölpreis von 100 Dollar angewiesen, um ihren Haushalt zu finanzieren und weitere Investionen zu tätigen. Die Märkte sind nach wie vor klar überverkauft, was Aufwärtsreaktionen begünstigt.
Enttäuschende Konjunkturdaten aus den USA und China
Nachdem letzte Woche die OPEC, IEA und EIA ihre Nachfrageprognosen nach unten korrigiert hatten, sorgten am Freitag auch die hinter den Erwartungen liegenden US Wirtschaftszahlen für eine Verstärkung der Abwärtsbewegung. Erst am Abend zeichnete sich eine Korrekturbewegung nach oben ab. Heute Morgen hat ein unerwartet schwaches Wirtschaftswachstum in China die Ölpreise wieder belastet.
Nachfragesorgen, Rekordbestände und Nordkorea
Unter Führung von US Benzin gaben die Ölpreise gestern im späten Handel nach. Die US Bestände bei Benzin sind in der vergangenen Woche um 1,7 Mio Fass angestiegen während die Nachfrage um 0,5% abnahm. Die Importe an der Ostküste stiegen um satte 64%. Die IEA hat ihre Nachfrageschätzung für 2013 etwas nach unten korrigiert. die Ölpreise haben sich in den letzten Wochen von den Aktienmärkten abgekoppelt. Die um 42'000 rückläufigen Anmeldungen für Arbeitslosenhilfe in den USA blieb gestern für einmal als Auslöser für höher Preise wirkungslos. Leicht stützend wirkt die geopolitisch angespannte Situation. Die Kriegstreiberei Nordkoreas schürt die Angst vor einem neuen Korea-Krieg.
Grosse Abweichungen bei US Lagerzahlen
Im Gegensatz zu den Zahlen des API hat das US Energiedepartements nur einen bescheidenen Anstieg der Rohölbestände ausgewiesen. Die OPEC hat seine Produktion im März verringert und rechnet mit einer weiter sinkenden Nachfrage nach OPEC Öl. Die Ölreserven des Irak sind angestiegen. Heute könnten die US Arbeitsmarktdaten Impulse liefern. Lange Wartezeiten bei Beladung der Schiffe in den Seehäfen sorgten für steigende Rheinfrachten.
Globale Versorgunglage weiterhin komfortabel
Die gestern veröffentlichten US Lagerbestandszahlen nach API verzeichneten trotz gestiegenen Raffinerieauslastung Lageraufbau. Die Rohölbestände in den USA liegen damit auf dem höchsten Stand seit 22 Jahren. Heute Nachmittag werden noch die Zahlen des US Energiedepartements erwartet, die am Ölmarkt noch grössere Beachtung finden. Die Rheinfrfachten sind aufgrund hoher Nachfrage angestiegen.




